Samstag, November 25, 2017
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Steigende Steuer- und Abgabenlast machen Schwarzarbeit attraktiver

Sven Morlok, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Sven Morlok, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Morlok: „Bundesregierung muss Alarmsignale erkennen und umsteuern!“

Nach einer aktuell vorgestellten Studie der Universität Linz und des Tübinger Instituts für Angewandte Arbeitsforschung (IAW) droht durch die jüngsten Entscheidungen der schwarz-roten Bundesregierung ein Anstieg der Schwarzarbeit. 

Durch die steigende Steuer-und Abgabenlast werde Schwarzarbeit wieder attraktiver, nachdem in den vergangenen Jahren ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen war. Für Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP), ist die Studie ein Alarmsignal an die Bundesregierung:

Die IAW-Studie bestätigt die von mir mehrfach geäußerten Vorbehalte. Sie sollte der Anlass für die Bundesregierung sein, umzusteuern und insbesondere ihre jüngsten rentenpolitischen Entscheidungen rückgängig zu machen“, so Morlok.

Nach wie vor ist es dringend geboten, die so genannte ‚kalte Progression‘ abzubauen. Die Einführung eines gesetzlichen branchenübergreifenden Mindestlohns sowie die Entscheidung, die Beiträge zur Sozialversicherung nicht wie gesetzlich vorgeschrieben zu senken, sondern auf diese Absenkung zu verzichten, sind Schritte in die falsche Richtung. So werden die Steuer- und Abgabenlast nur weiter erhöht – und neue Anreize für noch mehr Schwarzarbeit geschaffen.

PM SMWA

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Quelle oder Autor wird am Ende des Textes angegeben. Profilbild: Retro old typewriter with paper sheet © Maksim Kostenko (Fotolia.de)

1 Kommentar

  1. Mayr 2. Dezember 2016 at 14:25

    Diese Regierung steuert nicht um. Statt dessen das Gegenteil: Durch Aktionismus und immer neue Reglementierungen, Abgabeverordnungen werden Handwerk und Kleinunternehmer geschröpft, Wen wunderts, wenn so Mancher sich auch von Privatkunden verleiten lässt, zur vordergründig kurzfristigen Existenzsicherung riskante steuerrechtliche Wege zu beschreiten..

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